Lebenslauf

WIKTOR KOCIUBAN, Dirigent und Cellist polnischer Herkunft. Zu seinen wichtigsten Erfahrungen gehören: Musikalische Assistenz von Heinz Holliger bei der Produktion seiner Oper „Schneewittchen” am Theater Basel (Regie: Achim Freyer, 2014) und anschließend Debüt im Rahmen von Lucerne Festival 2014 mit dem Lucerne Festival Academy Orchestra (Bernd Alois Zimmermann – Sinfonie in einem Satz). 2015 wurde er ausserdem Assistent des Polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki bei der Einstudierung seiner Werke, u.a. zur Eröffnung der Saison 2015/16 in Bialystok, Polen.

Nach seinen erfolgreichen Auftritten 2015/2016 als Dirigent u.a. mit dem Rzeszow Philharmonischen Orchester, dem Polnischen Orchester Sinfonia Iuventus und der Philharmonie und Oper im Bialystok, folgen noch diese Saison weitere Konzerte mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und zwar mit Werken von György Ligeti, Krzysztof Penderecki, Giacinto Scelsi und Georg Friedrich Haas.

Wiktor Kociuban arbeitet mit renommierten Orchestern und Komponisten zusammen und hat bereits am Anfang seiner Karriere berühmten Dirigenten wie Jürg Henneberger (2012-13), Heinz Holliger (2014) und Krzysztof Penderecki (2015) assistiert. Als Musiker war er Gast an Festivals wie dem Schleswig-Holstein Festival (Werke von Sofia Gubaidulina), den Schwetzinger Festspielen (nach der Einladung von Georg Friedrich Haas, der ihn als „phänomenalen Cellisten“ bezeichnet hat: Werke von Demetre Gamsachurdia, Arash Yazdani) , dem Davos Festival (Demetre Gamsachurdia, Matthias Renaud) oder dem Beethoven Festival (Konzert mit Fragmenten aus Pietro Mascagnis Opern; Operngala unter Teilnahme von Solisten aus dem Operntheater Warschau mit Arien und Ouvertüren von Wolfgang Amadeus Mozart, Vincenzo Bellini, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi). Besonders hervorzuheben ist die persönliche Zusammenarbeit mit berühmten Komponisten wie Georg Friedrich Haas (Monodie, Natures mortes), Heinz Holliger (Schneewittchen), Krzysztof Penderecki (Seven Gates of Jerusalem – 7. Sinfonie ; „Ein Meer von Träumen umwehte mich…“ – Nachdenkliche und nostalgische Lieder für Sopran, Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester) , Peter Ablinger (Konzerte in Basel, Wien, Graz und Ljubljana mit dem Ensemble Zone Experimentell : Ulrichsberger Tänze), Caspar Johannes Walter (split tones 3), Sofia Gubaidulina oder Roland Moser (…wie ein Walzer auf Glass, Wendungen).

Er hat auch viele Uraufführungen von Komponisten wie Keitaro Takahashi, Lukas Langlotz, Ryan Beppel, Sandro Balzarini oder Demetre Gamsachurdia dirigiert. Zahlreiche Komponisten widmeten ihm bereits ihre Werke.

Als Kammermusiker ist er bereits mit solchen musikalischen Persönlichkeiten wie Sofia Gubaidulina, Misha Maisky, Ivan Monighetti, Marcus Weiss oder Mike Svoboda zusammen aufgetreten.

Eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem georgischen Komponisten und Pianisten Demetre Gamsachurdia, der Wiktor Kociuban seine neueste interaktive Oper „Vikarë” gewidmet hat. Dieses Werk wird im April 2017 im vielen Ländern Europas unter seiner Leitung aufgeführt.

2016 gründete er ausserdem im Warschau eine Organisation für Zeitgenössische Künste (Delirium-Edition) die aus einer Stiftung, einem Ensemble, einem Videoblog und einer Sektion von Artikeln besteht (deliriumedition.org), und welche er als Direktor und Dirigent leitet.

2013 hat Wiktor Kociuban sein Studium als Dirigent und Cellist an der Musik-Akademie Basel mit Auszeichnungen abgeschlossen, wo er auch viele Projekte mit dem Fokus auf Neue Musik unter Teilnahme berühmter Solisten wie Stephan Schmidt, Marcus Weiss oder Mike Svoboda mit den Werken von Komponisten wie Olivier Messiaen, György Ligeti, Georg Friedrich Haas, Witold Lutosławski, György Kurtág, Karlheinz Stockhausen, Anton Webern oder Paul Hindemith durchführen und leiten konnte.

2015 entstand eine CD „Oracle’s Blast“ mit fünf speziell dafür komponierten neuen Werken für Cello und Klavier (Kociuban-Gamsachurdia Duo) in Koproduktion mit DUX Label und Schweizer Radio SRF 2 Kultur. Gemäss Kritik sei diese Aufnahme von „globaler Bedeutung”. 2013 erschien ausserdem eine CD mit der Ersteinspielung des Gesamtwerkes für Violoncello Solo von Krzysztof Penderecki und Iannis Xenakis.